Welcher Golfschläger für Softgolf?
Grundsätzlich ist Softgolf Golf, also können auch sämtliche Golfschläger problemlos verwendet werden. Für den Anfang, benutzt man am besten ein sogenanntes Eisen. Aber auch später wird man, gerade z.B. beim crossen in der Stadt, oder auf dem Land, meistens mit einem Eisen abschlagen.
Der Softgolfer kommt im Gegensatz zum klassischen Golfer, der für verschiedene Spielsituationen unterschiedliche Schläger einsetzt, zumindest anfänglich mit einem einzigen Schläger aus: Dem, nennen wir es ruhig, “Grundeisen”!
Dieses Eisen, mit dem ihr jetzt vielleicht die ersten Abschläge versucht, sollte am besten ein Eisen 7, oder 8 sein. Allerdings variieren die technischen Spezifikationen eines Golf-Schlägertyps von Hersteller zu Hersteller ein wenig. Was bei dem einen noch ein Eisen 7 ist, ist bei einem anderen Hersteller schon ein Eisen 8. Aber das stellt kein besonderes Problem da.
Wie sieht nun so ein Eisen, ein Iron aus?
Bekommt man zu ersten mal ein Golf-Eisen in die Hand, dann wundert man sich vielleicht über das bischen Eisenrohr mit dem kleinen Schlägerblatt am Ende. Das wirkt auf den ersten Blick alles ganz unscheinbar, aber das ist es keines Falls, denn moderne Golfschläger sind in Wahrheit echte Hitech-Instrumente. Die beste Nachricht gleich vor weg: Gute (Soft-)Golfschläger gibt es in allen Preislagen und auch sehr günstige Schläger (Einzeleisen gibt es neu ab ca. 20 €) lassen sich gut für das Softgolf-Spiel verwenden.
Wie ist ein Golf Eisen aufgebaut.
Ein Golfeisen besteht grundlegend aus drei Elementen. Dem Griff, dem Schaft und dem Schlägerkopf. Der Griff besteht heute meistens aus Gummi und wird auf den Schaft aufgezogen. Der Schaft ist entweder aus Stahlrohr, oder Grafit gefertigt. Der Schlägerkopf besteht aus Stahl und wird mit dem Schaft über ein Verbindungsstück fest verklebt. Golfschläger werden in Standardlängen gefertigt, die für die meisten Spieler passen sollten. Anpassungen der Schlägerlängen (Fitting) für kleinere, oder grössere Spieler, sind aber einfach und günstig möglich. Die Schlägerschäfte sind unterschiedlich flexibel, dass hat direkte Auswirkung auf die erreichbare Schlägerkopfgeschwindigkeit. Um so höher die Steifigkeit, desto höher ist die mögliche Schlägerkopfgeschwindigkeit, allerdings nimmt auch der Anspruch an einen perfekten Golfschwung damit zu. Weichere, flexiblere Schäfte, sollen leichte Fehler im Schwung verzeihen und erleichtern somit das Golfspiel gerade für Anfänger. Sie reduzieren ausserdem die auftreten Kräfte, die bei einem Fehlschlag an das Handgelenk zurückgegeben werden. Folgende Härtegrade der Schäfte werden von den Schlägerproduzenten angeboten:
- L (Damen, Jugendliche, Anfänger, auch Männer) Meistverkaufter Flex bei Damen
- A (Anfänger, Senioren, langsamer Schwung)
- R (Regular, Männer, normaler Schwung) Meistverkaufter Flex bei Männern
- S (sportlicher, schneller, kraftvoller Schwung)
- X (schnellster, kraftvollster Schwung)
Die Unterscheidung zwischen Damen und Herrenschläger definiert sich aber nicht nur über den Flex, sondern vielmehr über die Dicke des Griffs und die Schlägerlänge. Grundsätzlich kann ein Mann durchaus einen L-Flex spielen und eine Frau einen S-Flex, dass ist letztlich abhängig von der Spielstärke und dem Spielgefühl. Die Flex-Werte unterscheiden sich teilweise von Hersteller zu Hersteller und sind somit nur Richtungsweisend im Bezug auf den Härtegrad eine Schaftes.
Von besonderem Interesse für die Schlägerwahl, ist die Ausformung des Schlägerkopfes. Klassische Schlägerkopfformen sind kantiger mit weniger grossen Aussenradien in den Kopfecken. Neuere Kopfformen gehen oft mehr in Richtung grösserer Ausrundungen im Kopfdesign, ähnlich einer Tropfenform. Wichtiger für das Schlaggefühl ist aber die Bauart des Kopfes. Man unterscheidet zwischen Blade und Cavity Back Konstruktionen. Ein Blade Kopf hat meist ein dünnes Schlägerblatt aus Vollmaterial und setzt deshalb eine präzise Kontrolle des Schlages voraus. Er ist die Wahl sehr guter Golfer. Cavity Back Konstruktionen wurden entwickelt um den Golfschwung und die Trefferquote beim Aufprall auf den Ball zu verbessern und so fehlerverzeihender auf einen schlechteren Schwung zu reagieren.
Durch ein Schlägerblatt mit einer besonders breiten Sohle, das ausgehöhlt, eine tiefe Gewichtsverlagerung beim Schlag ermöglicht, wird der Ball leicher unterhalb seines Äquators getroffen und somit besser in die Luft befördert. Bei beiden Schlägerkopftypen beschreibt der Sweetspot den optimalen Treffbereich für den Ball. Einige Hersteller vergrössern den Sweetspot um dadurch ebenfalls die Trefferquote zu verbessern
Die Flugbahn eines Golfballs wird wesentlich von der Winkelstellung des Schlägerblattes, zur gedachten senkrechten Mittelachse des Golfballs bestimmt. Die Winkelstellung ist entsprechend zwischen Schlägerblatt und Schaft, in der Frontansicht des Schlägers zu messen und wird als Loft bezeichnet. Je spitzer nun der Loft eines Schlägers, desto niedriger, aber um so länger die Flugkurve eines Gollfballs beim Abschlag. Die üblichen Loftwinkel der Schläger eines Eisensets, werden heute meistens durch Eisen 4, 5, 6, 7, 8, 9 und Pitching Wedge unterschieden. Dabei hat ein Eisen 4 den kleinsten und das PW (Pitching Wedge) den grössten Loft. Gleichzeitig sind Golfschläger mit großem Loft kürzer als mit kleinem Loft, dadurch wird der charakterristischen, durch den Loft bestimmen Flugkurve eines Eisens, zusätzlich Rechnung getragen. Ein kleines Eisen (9) hat zB. eine höhere und kürzere Flugkurve als ein Eisen 5. Dementsprechend liegt ein Eisen 7 was Länge und Höhe des Ballflugs angeht in etwa in der Mitte. Da lange Eisen schwerer zu spielen sind als kurze, hat sich gerade für den Anfänger angeboten mit dem Einsatz eines Eisen 7 in den Golfsport einzusteigen. Dieses wurde deshalb auch von vielen Golflehrern als typisches Einstiegs, als Grund-Eisen bezeichnet. Da aber auch bei den Lofteinteilungen leichte Unterschiede von Hersteller zu Hersteller bestehen, kann man letztlich sagen das ein mittleres Eisen die erste Wahl sein sollte. So beginnt man wie schon Eingangs beschrieben, am besten mit einem Eisen 7, aber auch gerne mit einem 6er, oder 8er. Einzeleisen sind nicht ganz leicht im Fachhandel zu bekommen, da die meisten Anbieter lieber Komplettsätze verkaufen. Trotzdem gibt es noch genug Angebote im Web, aber auch bei Händlern.

